Klimaschutz

Grün statt Grau

Gemeinde Rosendahl wirbt für naturnahe Vorgärten

"Ach, Pflanzen machen doch viel zu viel Arbeit. Unkraut zupfen und ständig die Gießerei. Und ich habe doch schon den Garten hintern Haus zu pflegen." Das sind die Argumente vieler Hausbesitzerinnen und -besitzer, wenn sie ihre Vorgärten in Schotter- oder Steinwüsten verwandeln. Aber diese Argumentation hinkt ganz gewaltig. Warum? Das und Weiteres zur Gestaltung des Vorgartens erläutert der Fachbereich Planen und Bauen der Gemeinde Rosendahl in seinem neuen Infoflyer. Dieser wurde allen Abgabebescheiden beigelegt. Denn der Gemeinde Rosendahl ist das Vorgarten-Motto "Grün statt Grau" ein großes Anliegen.

Derart versiegelte Flächen schaden nicht nur dem Artenreichtum und beschleunigen das Insektensterben. Sie wirken sich auch negativ auf das Mikroklima aus, da die Steine die Wärme speichern und wieder abstrahlen, während Pflanzen den Boden beschatten und für Verdunstungskühle sorgen. Der Schaden geht aber auch ins ganz Greifbare für die ganze Nachbarschaft. Schottergärten verringern die Fläche zur Versickerung von Niederschlägen. Insbesondere bei Starkregenereignissen, bei denen die Niederschlagsmengen die Kapazität der Kanalisation überschreiten, können große Wassermassen nur oberflächlich abfließen und die öffentlichen Verkehrsflächen und privaten Grundstücke werden überflutet.

Naturnahe Vorgärten sind ein Paradies für Insekten und Vögel und auch ein echtes Plus fürs Klima. Und was die Arbeit betrifft: Unkraut und Moos lassen sich viel schwieriger aus Kies und Schotter als aus Erde rupfen.

Deshalb: Grün statt Grau. Wie das mit pflegeleichten heimischen Pflanzen geht, zeigt der Infoflyer auf: Flyer Grün statt Grau (pdf)

Fokusberatung Kommunaler Klimaschutz

Vom April 2021 bis Dezember 2021 wurde der Beschluss des Gemeinderats umgesetzt sich im Kommunalen Klimaschutz beraten zu lassen. Die Gemeinde Rosendahl führte eine „Fokusberatung Kommunaler Klimaschutz“ durch. Dabei wurde sie betreut vom Büro „energielenker projects GmbH“ aus Greven. Das Projekt wurde vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit, der Nationalen Klimaschutzinitiative sowie dem Projektträger Jülich, Forschungszentrum Jülich, gefördert.

Zurzeit läuft das Verfahren, befristet eine Stelle „Klimaanpassungsmanagement“ als ämterübergreifende Stabstelle bei der Gemeinde einzurichten.