Überwältigt von Euphorie in Hamburg
Dressurreiterin Anabel Balkenhol ist aus England zurück und begeistert von Fahrt mit der MS Deutschland
Als Anabel Balkenhol davon berichtet, wie die MS Deutschland im Hamburger Hafen eingetroffen ist, ist sie immer noch gerührt. Tränen steigen der Dressurreiterin in die Augen. „Bevor wir dort eintrafen, haben bereits viele kleine Schiffe einen Korso um unser Gefährt gebildet“, berichtet die 40-Jährige, die nun mit anderen deutschen Sportlern auf dem „Traumschiff“ aus England zurückgekehrt ist.
„Am Hafen hat uns eine riesige Menschenmasse empfangen. Und jeder Einzelne macht diese Menge aus. Es war das Schönste, zu sehen, wie viele Leute sich für uns freuen“, sagt sie – immer noch begeistert und überwältigt von dieser Situation. „Dieser Moment war unwahrscheinlich mitreißend. Ich wollte diesen Menschen unbedingt etwas zurückgeben.“
Am Mittwochabend ist Anabel Balkenhol in Höven eingetroffen. Im Kreis der engsten Familie hat sie ihre Rückkehr und ihre Teilnahme bei den Olympischen Spielen in London gefeiert. Ihre Familie hatte zuvor den gesamten Hof mit Luftballons, Deutschland-Flaggen sowie Olympischen Ringen geschmückt.
Wenn die Dressurreiterin auf den Wettkampf zurückblickt, war Olympia rein sportlich gesehen, nicht das, was sie sich zuvor erhofft hatte. „Beim Grand Prix sind Dablino und ich an vierter Position gestartet“, erinnert sie sich. „Das Pferd wurde nervös als wir einritten. Dablino war sehr angetan von seiner Umgebung.“ Die Bedingungen vor der Prüfung seien auch anders als auf anderen Turnieren gewesen. „Sie haben mich nicht direkt ins Prüfungsviereck gelassen. Normalerweise darf man auch zuvor einmal von außen um das Viereck herumreiten“, sagt Anabel Balkenhol. Beim Grand Prix Spezial hat das Los entschieden, dass die Hövenerin zuerst startet. „Dablino ist ohne Fehler, einfach sensationell gelaufen“, berichtet sie. „Die Richter haben sich einfach nicht getraut, direkt bei der ersten Bewertung eine hohe Punktzahl zu geben“, ist Vater Klaus Balkenhol überzeugt. „Andere haben mir bestätigt, dass es dafür eigentlich mehr Punkte hätte geben müssen.“
Anabel Balkenhol schätzt sich dennoch glücklich: „Dabei gewesen zu sein, ist etwas Großes.“ Die Spiele seien mehr als nur eine Prüfung gewesen. „Es war toll, andere Sportler in anderen Disziplin hautnah zu erleben“, schwärmt die 40-Jährige.
In Zukunft möchte die Dressurreiterin zeigen, was in dem zwölfjährigen Dablino steckt. „Eventuell möchten wir im Winter an der World-Cup-Tour teilnehmen“, berichtet sie. Dass Trainer Jonny Hilberath Dablino als eines der besten Pferde weltweit bezeichnet hat, bedeutet der Reiterin viel. „Dablino ist in der Form seines Lebens“, weiß sie. „Die Anfangszeit mit ihm war nicht immer einfach. Jetzt haben wir extrem viel erreicht“, zeigt sich Anabel Balkenhol stolz. „Jonny sagt oft, dass er Dablino auch gerne haben würde“, fügt sie mit einem Schmunzeln hinzu. Weil die Leute so verrückt nach dem Hannoveraner Fuchswallach sind, wie Anabel sagt, gibt es auch dementsprechend viele Anfragen. Das Pferd abzugeben, kommt vorerst nicht infrage. „Es ist zwar nicht ausgeschlossen, aber wenn, mit sehr viel Herzschmerz. Er ist ein Familienmitglied.“
Dass sowohl Klaus Balkenhol als auch Anabel Balkenhol an Olympischen Spielen teilgenommen haben, ist eine Seltenheit. Die 40-Jährige ist sehr stolz auf ihren Vater. „Dennoch versuche ich, nicht in seinem Schatten zu stehen“, betont sie. Er sei zwar ihr Trainer, sie habe alles von ihm gelernt, und sie sei ihm sehr dankbar, aber dennoch sei sie eine eigenständige Person mit eigener Meinung – obwohl sich beide äußerst nahe stehen. „Ich bin nicht nur Tochter. Ich bin mittlerweile 40 Jahre alt“, sagt sie deutlich.
Erneut bei Olympia zu starten, kann sich die Reiterin vorstellen. „Ich möchte allerdings mal Teammitglied sein“, sagt sie. „Und nicht unbedingt als eine der ersten Personen bei der Prüfung an den Start gehen“, fügt sie lächelnd hinzu.
AZ v. 17.08.12 -loe-
Am Mittwochabend ist Anabel Balkenhol in Höven eingetroffen. Im Kreis der engsten Familie hat sie ihre Rückkehr und ihre Teilnahme bei den Olympischen Spielen in London gefeiert. Ihre Familie hatte zuvor den gesamten Hof mit Luftballons, Deutschland-Flaggen sowie Olympischen Ringen geschmückt.
Wenn die Dressurreiterin auf den Wettkampf zurückblickt, war Olympia rein sportlich gesehen, nicht das, was sie sich zuvor erhofft hatte. „Beim Grand Prix sind Dablino und ich an vierter Position gestartet“, erinnert sie sich. „Das Pferd wurde nervös als wir einritten. Dablino war sehr angetan von seiner Umgebung.“ Die Bedingungen vor der Prüfung seien auch anders als auf anderen Turnieren gewesen. „Sie haben mich nicht direkt ins Prüfungsviereck gelassen. Normalerweise darf man auch zuvor einmal von außen um das Viereck herumreiten“, sagt Anabel Balkenhol. Beim Grand Prix Spezial hat das Los entschieden, dass die Hövenerin zuerst startet. „Dablino ist ohne Fehler, einfach sensationell gelaufen“, berichtet sie. „Die Richter haben sich einfach nicht getraut, direkt bei der ersten Bewertung eine hohe Punktzahl zu geben“, ist Vater Klaus Balkenhol überzeugt. „Andere haben mir bestätigt, dass es dafür eigentlich mehr Punkte hätte geben müssen.“
Anabel Balkenhol schätzt sich dennoch glücklich: „Dabei gewesen zu sein, ist etwas Großes.“ Die Spiele seien mehr als nur eine Prüfung gewesen. „Es war toll, andere Sportler in anderen Disziplin hautnah zu erleben“, schwärmt die 40-Jährige.
In Zukunft möchte die Dressurreiterin zeigen, was in dem zwölfjährigen Dablino steckt. „Eventuell möchten wir im Winter an der World-Cup-Tour teilnehmen“, berichtet sie. Dass Trainer Jonny Hilberath Dablino als eines der besten Pferde weltweit bezeichnet hat, bedeutet der Reiterin viel. „Dablino ist in der Form seines Lebens“, weiß sie. „Die Anfangszeit mit ihm war nicht immer einfach. Jetzt haben wir extrem viel erreicht“, zeigt sich Anabel Balkenhol stolz. „Jonny sagt oft, dass er Dablino auch gerne haben würde“, fügt sie mit einem Schmunzeln hinzu. Weil die Leute so verrückt nach dem Hannoveraner Fuchswallach sind, wie Anabel sagt, gibt es auch dementsprechend viele Anfragen. Das Pferd abzugeben, kommt vorerst nicht infrage. „Es ist zwar nicht ausgeschlossen, aber wenn, mit sehr viel Herzschmerz. Er ist ein Familienmitglied.“
Dass sowohl Klaus Balkenhol als auch Anabel Balkenhol an Olympischen Spielen teilgenommen haben, ist eine Seltenheit. Die 40-Jährige ist sehr stolz auf ihren Vater. „Dennoch versuche ich, nicht in seinem Schatten zu stehen“, betont sie. Er sei zwar ihr Trainer, sie habe alles von ihm gelernt, und sie sei ihm sehr dankbar, aber dennoch sei sie eine eigenständige Person mit eigener Meinung – obwohl sich beide äußerst nahe stehen. „Ich bin nicht nur Tochter. Ich bin mittlerweile 40 Jahre alt“, sagt sie deutlich.
Erneut bei Olympia zu starten, kann sich die Reiterin vorstellen. „Ich möchte allerdings mal Teammitglied sein“, sagt sie. „Und nicht unbedingt als eine der ersten Personen bei der Prüfung an den Start gehen“, fügt sie lächelnd hinzu.
AZ v. 17.08.12 -loe-





